"Ein Haus zum Weiterempfehlen."
Fritz Pleitgen, Journalist

Herzlich Willkommen zu unseren Veranstaltungen 2015:

März 2015
Mittwoch, 11. März 2015 | 20:00 Uhr - 21:30 Uhr

Gertrud Leutenegger zu Gast bei Navid Kermani und Claus Leggewie

Wenn jemand die Welt anhalten kann, um von ihr zu erzählen, dann ist es die 1948 in Schwyz geborene... mehr...

Dienstag, 17. März 2015 | 20:00 Uhr - 21:30 Uhr

Claus Leggewie: „Politische Zeiten – Beobachtungen von der Seitenlinie“

Claus Leggewie stellt im Gespräch mit Michael Kleeberg seine Autobiografie vor.Moderation: Oliver... mehr...

Donnerstag, 19. März 2015 | 20:00 Uhr - 21:30 Uhr

Reiner Stach: Franz Kafka - Die frühen Jahre
Moderation: Norbert Wehr

"Das Beste, was in diesem Genre hervorgebracht werden kann. Selbst ein Roman."Imre... mehr...

Jetzt neu erschienen:

"...riesige Geländewagen auf der Überholspur des Lebens..."


Viktor Martinowitsch, Paranoia.
Roman

Aus dem Russischen von Thomas Weiler, Voland & Quist, 2014
400 Seiten, geb., € 24.90

ÜBERWACHUNG! Eine Frau wird ermordet, ihr Liebhaber verhaftet. Doch welche Rolle spielte der Geheimdienstminister? Ein Politthriller aus Weißrussland.

Ich weiß nicht sehr viel über das autokratisch regierte Weißrussland, auch Literatur in deutscher Übersetzung kommt selten zu uns. Mit Viktor Martinowitschs "Paranoia" liegt nun ein Roman vor, der nicht nur deshalb spannend ist, weil er in Weißrussland verboten wurde.

Martinowitsch lässt aktuelle Bezüge fast ganz weg, nennt keine Stadt, kein Land, und wenn sich die beiden Liebenden nicht bei einer Latte Macciato kennen lernen würden, könnte die Geschichte genauso gut zu Sowjetzeiten unter Stalin spielen.

Der erste Teil „Wir“ schildert das Kennenlernen des jungen Schriftstellers Anatoli und einer etwas geheimnisvollen jungen Frau Elisaweta. Die Treffen der Liebenden finden unter konspirativen Bedingungen statt, denn bald stellt sich heraus, dass die schöne Lisa zugleich die Geliebte des Ministers für Staatssicherheit ist - ein Umstand, der dafür sorgt, dass das Verhältnis in allen Einzelheiten dokumentiert und an höchster Stelle referiert wird.

Die Berichte der Geheimdienstler, die das Liebesnest überwachen, nehmen den zweiten Teil „Sie“ ein. Die Liebenden heißen nun „Gogol“ und „Füchsin“, jedes noch so winzige Alltagsdetail wird akribisch aufgeschrieben, und die variantenreiche Umschreibung des Geschlechtsverkehrs entwickelt eine nicht unbeträchtliche Komik.

Im dritten Teil „Ich“ ist Lisa verschwunden / tot? Anatoli wird verhört, verhaftet, wieder verhört und gequält, und er ist sich zunehmend unsicher, ob er den Mord vielleicht doch selber verübt hat. Als Leserin erfährt man bis zum Schluss nicht, wer der wahre Täter war. Die allgegenwärtige Paranoia, die im Roman der Staat den Bürgern und die Bürger dem Staat gegenüber pflegen, überträgt sich letztlich auch auf die Lesehaltung: Zum Schluss ist man tatsächlich bereit, jedem alles zuzutrauen.

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