Igor Levit – Encounter

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Igor Levit – Encounter

Mit Werken von: Johann Sebastian Bach (1685-1750),
Johannes Brahms (1833-1897),
Ferruccio Busoni (1866-1924),
Max Reger (1873-1916),
Morton Feldman (1926-1987)

Sony, 11.09.2020

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Beschreibung

Igor Levit – Encounter

Ein sehr persönliches Doppelalbum, getragen vom Wunsch nach Begegnung und Miteinander. Das Programm umfasst selten gespielte Bach- und Brahms-Bearbeitungen von Ferruccio Busoni und Max Reger sowie »Palais de Mari«, das letzte Klavierstück von Morton Feldman.

Igor Levits Doppelalbum »Encounter« sucht nach Klängen, die innere Stärke geben und seelischen Halt. Die auf eindringlichen Vokalkompositionen basierenden Werke von Bach bis Max Reger artikulieren den Wunsch nach Begegnung und menschlichem Miteinander – in einer Zeit, in der Vereinzelung das Gebot der Stunde ist. Entstanden ist ein sehr persönliches Recital.

Einmal mehr überschreitet der 33-Jährige die Grenzen des reinen Klavierrepertoires: In den als komplette Zyklen selten zu hörenden Busoni-Transkriptionen der Choralvorspiele Bachs und des späten Brahms übernimmt Levit die Rolle eines weite Kirchenräume füllenden Organisten. Der Überwindung quälender Todesfurcht gibt er in Johannes Brahms’ »Vier ernsten Gesängen« instrumentale Beredsamkeit. Das sanfte Schimmern ganz weniger Noten wiederum macht Morton Feldmans extrem leises Klavierstück »Palais de Mari« (1986) zum Inbegriff eines sinnlich-übersinnlichen Möglichkeitsraumes.

Levits Repertoirezusammenstellung rechtfertigt den Titel des Albums. Die Werke machen aus vielen zur Distanz voneinander gezwungene Individuen eine Erfahrungsgemeinschaft. Sie stellen den Kontakt her zu religiöser und innerweltlicher Spiritualität. Darüber hinaus lassen die inneren Verbindungen zwischen den Komponisten und ihrer jeweiligen Ästhetik »Encounter« zu einer Reise werden, die auch auf scheinbar vertrautem Terrain erstaunliche Entdeckungen bereithält.

»Die heimische Isolation in den Wochen seit Mitte März 2020 war auch für mich oft schwer. Als Künstler jedoch habe ich mich noch nie in meinem Leben so ungebunden, so durchlässig gefühlt wie an jenen Tagen, an denen ich oft erst eine halbe Stunde vor dem Live-Stream entschieden habe, was ich in meinen Hauskonzerten spielen würde«, berichtet Igor Levit. Der Wegfall aller Routinen des Konzertbetriebs hatte offenbar auch seine positiven Seiten: »Musik machen zu können ohne jeden Zwang und spontan Werke zu wählen, in denen all die Fragen nach Liebe und Tod, Einsamkeit und der Möglichkeit echter Nächstenliebe verhandelt werden, das hat meinem Klavierspiel eine Gelöstheit gegeben, die ich in dieser Form bislang noch nicht kannte.«


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