Andreas Rossmann, Rücken zum Meer

 18,00

Andreas Rossmann
Mit dem Rücken zum Meer
Ein sizilianisches Tagebuch
Fotos von Barbara Klemm
Verlag Walther König,  200 Seiten
€ 18,00

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Beschreibung

Ein etwas anderes Buch über Sizilien, das nicht die Sehenswürdigkeiten abfährt, nicht Taormina und Cefalù, Piazza Armerina und das Tal der Tempel bestaunt. Der Autor hat sie alle besucht und auf den Wegen, oft Umwegen eine Wirklichkeit wahrgenommen, die in den Kunst- und Reiseführern nicht vorkommt, eine Gegenwart voller Überraschungen und Entdeckungen, die im Schatten der übermächtigen Geschichte lebt. Alltagsgeschichten und Zufallsbegegnungen werden geschildert und gesammelt, Schlag- und Streiflichter eröffnen Blicke auf ein Sizilien, das real ist und doch fremd anmutet, führen über Flughäfen und Bahnhöfe in Bars und Restaurants, zu Hütten und Palästen, in die Straßen von Palermo und in entlegene Bergnester, zu aufgegebenen Schwefelgruben und in vom Erdbeben ausgelöschte Dörfer, in die letzte Stadt Italiens und einmal sogar ins Krankenhaus.
Literarische Spuren, von Goethe über Sciascia und Joachim Fest bis zu Roberto Alajmo, werden aufgenommen, die Stätten der Kindheit von Giuseppe Tomasi di Lampedusa in Palermo und in Santa Margherita di Belice aufgesucht. Vor allem aber wird von Menschen, Dagebliebenen und Rückkehrern, Emigranten und Immigranten, Adligen und „kleinen“ Leuten, Mafiagegnern und Mafiaverdrängern erzählt: Die Geschichten, Skizzen und Episoden, Porträts und Miniaturen fügen sich zu einem Kaleidoskop, das mehr als nur einem Vorurteil über Sizilien, dem vom verschlossenen Sizilianer, vergnüglich widerspricht. Eindrücke und Erlebnisse eines Sommers, so unerwartet und anregend, dass das Reisetagebuch in den folgenden vier Jahren fortgeschrieben werden musste.
Die Texte werden weniger begleitet als interpunktiert von Fotografien, die Barbara Klemm auf Reisen in Sizilien aufgenommen hat. Sie erzählen eine eigene Geschichte.

Andreas Rossmann war Kulturkorrespondent für Nordrhein-Westfalen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er berichtete vor allem über die Theaterszene der Region, bald kamen Kulturpolitik, Denkmalschutz, Architektur und Stadtentwicklung als Schwerpunkte hinzu. Von 1990 bis 1995 Mitglied im Auswahlgremium der Mülheimer Theatertage; 1993 Stipendium der Università di Siena; 2000 Journalistenpreis des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz. Der Reportagenband „Der Rauch verbindet die Städte nicht mehr. Ruhrgebiet: Orte, Bauten, Szenen“ (2012, mit Photographien von Barbara Klemm), der wie die Architekturmonographie „Max Ernst Museum“ (2005) im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, erschienen ist, wurde 2014 im Wettbewerb des „Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

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Andreas Rossmann stellt sein Buch am 24. Februar 2017 bei uns vor.  Mehr erfahren

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