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Die Literarische Gesellschaft Ruhr lädt ein:

Im Rahmen von „Snowdance. Independent Film Festival“ konnte man Anfang Februar in Essen den Dokumentarfilm „The Spies Among Us“ sehen – er bekam den Preis für die beste Regie. Der Film basiert auf der Recherche des Historikers Peter Keup nach Spuren zu seiner eigenen Geschichte. Das zugrunde liegende Buch, seine Dissertation, beleuchtet die Machenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und deren Langzeitfolgen bis heute. Als Turniertänzer versucht Peter Keup, aus der DDR zu fliehen. Er wird gefasst, kommt ins Gefängnis und später in den Westen – aber die Fragen lassen ihn nicht los. Mit dem Ende des SED-Regimes wurde auf der Grundlage einer Täter-Opfer-Dichotomie auf der einen Seite der gigantische MfS-Überwachungs- und Verfolgungsapparat untersucht, auf der anderen das Leid der Betroffenen in den Blick genommen. Versuche einer Opfer-Täter-Begegnung mit dem Ziel einer Annäherung oder gar Versöhnung scheiterten. Peter Keup setzt sich intensiv mit der eigenen Familie auseinander, nachdem er beim Blick in die Stasi-Akten dort den eigenen Bruder als Quelle findet.
Klar ist, dass jede Einteilung in Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse, Opfer oder Täter Zwischenschattierungen außer Acht lässt.
Hat sich durch den Film etwas geändert? Peter Keup stellt sein Buch und seine Geschichte vor.

Karten in der Buchhandlung Proust
Eintritt: 15,- Euro

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft Ruhr

Foto: Alesch Mühlbauer
 

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