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Im Rahmen der Woche unabhängiger Buchhandlungen

Tschetschenien, 1995: Nura ist siebzehn, als eine russische Einheit in die Schlucht einzieht, in der ihre Familie lebt. Mit dem Ausbruch des Ersten Tschetschenienkriegs zerschellt ihr Traum, der Enge des Dorfes zu entfliehen.
Moskau, 1995: Der junge Alexander Orlow sieht seine Zukunft zersplittern: Die große Liebe zurückgelassen, mit einem Armeesack und mütterlichen Erwartungen auf den Schultern, muss er an die nordkaukasische Front.
Berlin, 2016: Orlow, genannt »Der General«, ist inzwischen zum Oligarchen aufgestiegen und von Russland nach Deutschland gezogen. Die Vergangenheit lässt ihn nicht ruhen: Zeit für eine Abrechnung. Doch zuerst muss er »die Katze«, eine eigenwillige georgischstämmige Schauspielerin, von seinem Vorhaben überzeugen ..

Alexander Orlow hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Die dunkelste ist jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen.
Nino Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. »Die Katze und der General« ist ein spannungsgeladener, psychologisch tiefenscharfer Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung. Wie in einem Zauberwürfel drehen sich die Schicksale der Figuren ineinander, um eine verborgene Achse aus Liebe und Schuld. Sie alle sind Teil eines tödlichen Spiels, in dem sie mit der Wucht einer klassischen Tragödie aufeinanderprallen.

Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi, ist preisgekrönte Theaterautorin, -regisseurin und Autorin des Familienepos »Das achte Leben (Für Brilka)« (FVA 2014), das in zahlreiche Sprachen übersetzt und u. a. mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, dem Anna Seghers-Literaturpreis, dem Lessing-Preis-Stipendium und zuletzt mit dem Bertolt-Brecht-Preis 2018 ausgezeichnet wurde. Diesen Roman stellte Nino Haratischwili 2016 bei uns (im ausverkauften Café Central des Grillo-Theaters) bereits vor. Wir sind glücklich, sie erneut als Gast begrüßen zu dürfen!
Foto Nino Haratischwili: Danny Merz /FVA

Begrüßung: Beate Scherzer

Eintritt: € 12.- / 9.- ermäßigt

Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.
Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, ansonsten gehen die Karten wieder in den Verkauf.

Wenn Sie selbst nicht zur Lesung kommen können, aber ein handsigniertes Exemplar vorbestellen möchten, senden Sie uns bitte im nebenstehenden Formular eine kurze Nachricht. Wir lassen dann ein Exemplar des vorgestellten Buchs für Sie signieren.

In Kooperation mit der Frankfurter Verlagsanstalt und Literatürk