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Auf dem Podium:

Jochen  Kalka mit seinem Buch: Die StartUp-Lüge. Wie die Existenzgründungseuphorie missbraucht wird – und wer davon profitiert (Econ Verlag 2019),
Jan Martin Ogiermann mit seinem Buch:  Zukunft – eine Biographie. Vom antiken Orakel zur künstlichen Intelligenz (Verlag Christian Brandstätter 2019),
Jens Dirksen, Kulturchef der WAZ

Moderation: Christian Rabhansl, Deutschlandfunk Kultur

Neun von zehn StartUps scheitern. Feste Arbeitsverträge gibt es nicht. Ausbeutung ist der Normalzustand. Coole Loungesessel und Gratis-Drinks gibt es nur, damit durchgearbeitet wird. Frauen? Spielen in den meisten StartUps nur untergeordnete Rollen. Viel heisse Luft, Klick-Dummies, Prototypen und BetaPhasen wetteifern um vermeintliches Investitionskapital. Und trotzdem wollen viele Chefs, dass in ihrem Unternehmen genau so gearbeitet wird und viele Angestellte wünschten sich, auch in einem StartUp zu arbeiten Warum? Weil es cool ist. Jochen Kalka konfrontiert die Modeerscheinung StartUp mit der Realität. Ein augenöffnendes Buch für alle, die mit StartUps zu tun haben oder die StartUp-Philosophie als Vorbild nehmen sollen.

Jochen Kalka, Germanist und Politikwissenschaftler, ist seit 2006 Chefredakteur aller Titel der Werben & Verkaufen GmbH in München. Dazu gehören w&v – Werben & Verkaufen, Der Kontakter und LEAD digital. Zuvor war er Chefredakteur des marketingjournals und, seit 2000, von media & marketing, das spätere w&v Media. Bereits 1992 hatte er bei W&V volontiert, 1996 ging er als Pressereferent zunächst zu Schitag, Ernst & Young, dann zum Burda-Verlag. Außerdem ist er Autor des von der Presse sehr gelobten Buchs Winnenden. Ein Amoklauf und seine Folgen (2011 bei DVA).

Das Telefon wird sich nicht durchsetzen, der Tonfilm ebenso wenig, und Computer brauche es weltweit vielleicht fünf Stück: Die Vergangenheit pflastert Prognosen, die falscher nicht sein könnten. Der Blick nach vorn ist ein menschliches Bedürfnis: In der Alten Welt suchten Wahrsager die Zukunft in den Eingeweiden von Tieren, im Mittelalter prägte die Erwartung des Weltenendes die Politik. Uns hilft beim Blick voraus der Blick zurück: Seit Jahrhunderten entwerfen Philosophen, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Politiker künftige Welten. Wie dachten sie sich die Gesellschaft von morgen?
 Was traf ein, was nicht? Dass wir heute nicht mit dem Hubschrauber zum Supermarkt fliegen, wäre für die Visionäre der fünfziger Jahre eine herbe Enttäuschung. Für uns liegt hier die (tröstliche) Erkenntnis, dass nicht alles, was irgendwann einmal wahrscheinlich, wünschenswert oder sogar unausweichlich erschien, auch Realität wird.
Wie malen wir heute unser Bild vom Morgen? Vom Technikoptimismus zur Astrologie, von der Apokalypse zum Fortschritt – ein unterhaltsamer Streifzug durch die Vergangenheit der Zukunft.

Jan Martin Ogiermann studierte Geschichte, Jüdische Studien und Holocaust Studies in Frankfurt, Jerusalem, Potsdam und Berlin. Heute arbeitet er als Lektor und Ausstellungserklärer in Berlin und schreibt historische Sachbücher.

Eintritt: 8,00 Euro
Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.
Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, ansonsten gehen die Karten wieder in den Verkauf.

In der Reihe Lesart
– einer gemeinsamen Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur, der Buchhandlung Proust, dem Schauspiel Essen und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) – diskutieren die Podiumsgäste aktuelle Sachbuch-Neuerscheinungen.
Lesart wird vom Deutschlandfunk Kultur 6 x im Jahr in Essen aufgezeichnet und am jeweils folgenden Samstag im Rundfunk gesendet.

Illustration: egyptinnovate.com