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Gefährdet die Dauergereiztheit die Demokratie ?

Unsere Gäste:
Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen,  mit seinem Buch: “Die große Gereiztheit.  Wege aus der kollektiven Erregung” (Hanser Verlag 2018),
Michael Steinbrecher, Professor für Fernseh- und Crossmedialen Journalismus am Institut für Journalistik der TU Dortmund, mit dem von ihm herausgegebenen Buch:  “Wenn Maschinen Meinung machen. Journalismuskrise, Social Bots und der Angriff auf die Demokratie” (Westend Verlag 2018), sowie
Andreas Tyrock, Chefredakteur  der Westdeutsche Allgemeine Zeitung.
Moderator: Christian Rabhansl, Deutschlandfunk Kultur

Terrorwarnungen, Gerüchte, die Fake-News-Panik, Skandale und Spektakel in Echtzeit – die vernetzte Welt existiert längst in einer Stimmung der Nervosität und Gereiztheit. Bernhard Pörksen analysiert in “Die große Gereiztheit” die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation. Er führt vor, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen und der Charakter von Debatten verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss etablierter Medien schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden.

Big Data, die digitale Transformation, künstliche Intelligenz – wir wissen mittlerweile, dass sich unsere Gesellschaft rasant verändert. Welche Begriffe auch immer durch die Debatte geistern, deutlich wird: Neue Technologien schaffen auch neue Probleme, die wir bisher noch nicht mal ansatzweise verstanden haben. Social Bots manipulieren die Meinungsbildung. Fake News beeinflussen Wahlen und Abstimmungen. Filterblasen und Algorithmen definieren, welche Informationen uns das Internet bereitstellt. Wie weit geht diese Veränderung unserer Gesellschaft? Ist sie ein Angriff auf die Demokratie? Was will das Silicon Valley, von dem so viele Veränderungen ausgehen, wirklich? Erfährt der Journalismus eine Renaissance oder macht der Letzte das Licht aus? Fragen Michael Steinbrecher und andere in “Wenn Maschinen Meinung machen”.

Eintritt: € 8,00  Die Veranstaltung in ausverkauft!

Bild: Newshub

In der Reihe Lesart 
– einer gemeinsamen Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur, der Buchhandlung Proust, dem Schauspiel Essen und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) – diskutieren die Podiumsgäste aktuelle Sachbuch-Neuerscheinungen.
Lesart wird vom Deutschlandfunk Kultur 6 x im Jahr in Essen aufgezeichnet und am jeweils folgenden Samstag im Rundfunk gesendet.

Sendetermin am Samstag, 24.3.2018 um 11.05 Uhr