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LESART

Politik machen: Wie Werte und Worte benutzt werden

Unsere Gäste: Andreas Sommer, Elisabeth Wehling, Jens Dirksen und
Christian Rabhansl (Moderation)

 Werte sind selbstverständlich. Über sie redet jeder. Und jeder nimmt sie für sich in Anspruch. Häufig für Widersprüchliches: beispielsweise ebenso dafür, sich für Flüchtlinge einzusetzen, wie dafür, sie abzuweisen. Werte scheinen allgegenwärtig und alternativlos. Und doch sind Werte eine moderne Erfindung und näher besehen gar nicht selbstverständlich. Dieses Buch fragt, worüber wir reden, wenn wir über Werte reden und sie in Anspruch nehmen. Vielleicht gibt es keine Werte. Vielleicht sind Werte Fiktionen. Vielleicht aber nützliche Fiktionen.

WerteAndreas Urs Sommer
Werte
Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt
Metzler Verlag 2016, 199 Seiten, geb.
€ 19,95
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Andreas Urs Sommer (*1972) lehrt Philosophie an der Universität Freiburg i.B. und leitet die Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Einem breiteren Publikum ist er mit Zeitungs­ und Zeitschriftenartikeln sowie insbesondere mit seinen Büchern Die Kunst, selber zu denken und Lohnt es sich, ein guter Mensch zu sein? sowie Die Kunst des Zweifelns bekannt geworden.

Höchste Zeit, unsere Naivität gegenüber der Macht politischer Diskurse abzulegen, sagt Elisabeth Wehling. Das Buch Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht legt dazu den Grundstein. In einfacher Sprache deckt es zunächst auf, wie Sprache sich auf unser Denken, unsere Wahrnehmung der Welt und unser Handeln auswirkt. Es zeigt, wo die Wirkkraft mentaler Mechanismen wie Frames und Metaphern herrührt und macht deutlich, wieso es für gesunde demokratische Diskurse unabdingbar ist, die Bewertungen von Gesellschaft und Politik durch vorherrschende Frames mit eigenen Wertvorstellungen abzugleichen – und für eine authentische Vermittlung der eigenen Weltsicht zu sorgen. Diesen Grundlagen folgt eine Analyse der augenfälligsten Frames unserer deutschsprachigen Debatten über Steuern, Sozialstaat, Gesellschaft, Sozialleistungen, Arbeit, Abtreibung, Islam, Terrorismus, Zuwanderung, Flüchtlingspolitik und Umwelt.

FramingElisabeth Wehling
Politisches Framing
Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht
von Halem Verlag 2016, 226 Seiten, kt.
€ 21,00
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Elisabeth Wehling, (*1981) leitet seit 2013 am International Computer Science Institute in Berkeley Forschungsprojekte zu Ideologie, Sprache und unbewusster Meinungsbildung mit Methoden der Neuro- und Verhaltensforschung sowie der kognitionslinguistischen Diskursanalyse.

Eintritt: € 8,-

Kartenvorverkauf:
Proust oder TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen, II. Hagen 2, 45127 Essen, Tel.: 0201/81 22-200 und Buchhandlung Proust, Am Handelshof 1, 45127 Essen, Tel. 0201/ 839 68 40, info@192.168.178.25 (bei Proust reservierte Karten bitte bis 2 Tage vor der Veranstaltung abholen)

>>>> In der Reihe Lesart 
– einer gemeinsamen Veranstaltung von Deutschlandradio Kultur, der Buchhandlung Proust, dem Schauspiel Essen und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) – diskutieren die Podiumsgäste aktuelle Sachbuch-Neuerscheinungen.
Lesart wird vom Deutschlandradio Kultur 6 x im Jahr in Essen aufgezeichnet und am jeweils folgenden Samstag im Rundfunk gesendet.

 

 

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