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Was Eltern wollen und Kinder brauchen

Auf dem Podium:

Allan Guggenbühl mit seinem Buch „Für mein Kind nur das Beste“ (Orell Füssli 2018),
Agnes Imhof mit ihrem neuen Buch „Dummerweise hochbegabt“ (Beltz 2018) und
Jens Dirksen, Kulturchef der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)
Moderation: Christian Rabhansl, Deutschlandfunk Kultur

„Mein Kind ist hochbegabt!“ – Diese Aussage kann Fluch und Segen in einem sein. Denn was machen viele Eltern aus dieser Erkenntnis? Fördern oder überfordern sie ihr Kind? Und wie geht es den Betroffenen mit dieser „Diagnose“?

Agnes Imhof hat hierzu ein Buch geschrieben, das den schönen Titel „Dummerweise hochbegabt“ trägt und das Anfang Oktober im Beltz-Verlag erschienen ist. Darin schildert sie sehr eindrucksvoll, dass Hochbegabung alles andere als ein Lotto-Gewinn ist. Entstanden ist ein humorvoller Erfahrungsbericht über das permanente Gefühl, nicht richtig zu ticken, über Hyperaktivität und andere Karrierefallen sowie über Männer, die intelligente Frauen nicht sexy finden. Sie schildert, wie sie nach dem Hochbegabten-Test beschließt, sich nie wieder dümmer zu stellen als sie ist, und was sie sich hat einfallen lassen müssen, um ihre Umgebung beispielsweise für orientalische Waffenkunde oder die Big Bang Theory zu begeistern.

„Im Wunsch, das Allerbeste für das Kind zu bewirken, bleibt ausgerechnet die Kindheit auf der Strecke“, sagt Prof. Dr. Allan Guggenbühl. In seinem gerade im Orell Füssli Verlag erschienen Buch „Für mein Kind nur das Beste“ formuliert der Leiter der Abteilung für Gruppenpsychotherapie für Kinder und Jugendliche an der Erziehungsberatung der Stadt Bern und Direktor des “Instituts für Konfliktmanagement“ (IKM) in Zürich ein leidenschaftliches Plädoyer für eine kindgemäße Kindheit. Guggenbühl erinnert daran, wie entscheidend es ist, dass sich Kinder autonom und spielerisch, unkontrolliert und auf Um- und Nebenwegen die Welt aneignen. „Denn wenn alles ausschließlich pädagogischen Zielen untergeordnet wird, erschweren wir den Kindern genau das, was wir ihnen so sehr wünschen: den selbstbewussten, eigenständigen und furchtlosen Weg in die Zukunft“, mahnt Guggenbühl.

Eintritt: 8,00 Euro
Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.
Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, ansonsten gehen die Karten wieder in den Verkauf.

In der Reihe Lesart 
– einer gemeinsamen Veranstaltung von Deutschlandfunk Kultur, der Buchhandlung Proust, dem Schauspiel Essen und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) – diskutieren die Podiumsgäste aktuelle Sachbuch-Neuerscheinungen.
Lesart wird vom Deutschlandfunk Kultur 6 x im Jahr in Essen aufgezeichnet und am jeweils folgenden Samstag im Rundfunk gesendet.

Die Ausstrahlung der Sende-Aufzeichnung ist am Samstag, dem 15. Dezember von 11:05 bis 12 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur.