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Proust, Schreibheft und Kulturwissenschaftliches Institut laden ein: LITERATUR: LITERATUR!

LAWRENCE FERLINGHETTI: LITTLE BOY
Ein Abend mit dem Übersetzer Ron Winkler

Begrüßung: Norbert Wehr
Moderation: Jan Wilm/Kulturwissenschaftliches Institut

Unser wahrer amerikanischer Dichter (Patti Smith)

„So habe ich mein ganzes Leben lang geschrieben“, sagt der legendäre Beatnik-Dichter Lawrence Ferlinghetti über Little Boy, den aufregenden Roman über sein Leben, das 100 Jahre umspannt. Er erinnert sich darin an die Trennung von seiner Mutter, an seine Kindheit bei einer Tante in Frankreich und wie er bei einer wohlhabenden, aber kaltherzigen Pflegefamilie in Bronxville aufwuchs. Zugleich fängt er in einem turbulenten Strom aus Gedanken und Assoziationen das magische Lebensgefühl seiner Generation ein.
Im Kalifornien der fünfziger Jahre gründete Ferlinghetti, nachdem er in Paris studiert und den Zweiten Weltkrieg als Marinesoldat im Pazifik und den D-Day in der Normandie miterlebt hatte, den Buchladen und Verlag City Lights, wo Ginsbergs Howl erschien und Jack Kerouac und William Burroughs ein und aus gingen.
So wild, wie der Beat in Musik und Literatur tobte, so temperamentvoll und leidenschaftlich läßt Ferlinghetti den Anbruch der Hippiebewegung wieder lebendig werden, empört sich, mischt sich ein, klagt an − und beschwört die Kunst als politischen Protest.

Lesen Sie mal: “Einer ist noch da!”, SZ v. 22.3.2019

Lawrence Ferlinghetti, geb.1919 in Yorkville, lebt in San Francisco. Als Dichter, Maler, Aktivist und Verlagsgründer gehört er der Beatbewegung an. Sein Gedichtband A Coney Island of the Mind (1958) ist in den USA bis heute ein Bestseller und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ferlinghetti erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen und verweigerte zuletzt aus Protest gegen die Politik Viktor Orbáns den Preis des ungarischen PEN Club.

Ron Winkler, geb. 1973 in Jena, lebt in Berlin. Von ihm erschienen bisher fünf Gedichtbände, zuletzt Karten aus Gebieten (2017). Herausgeber verschiedener Anthologien, darunter Schneegedichte (2011). Für seine Texte erhielt er den Leonce-und-Lena-Preis, den Mondseer Lyrikpreis, den Lyrikpreis München und den Basler Lyrikpreis. Zu seinen Übersetzungen zählen ausgewählte Gedichte von Billy Collins und Romane von Lawrence Ferlinghetti und Forrest Gander.

Eintritt: € 9,- / erm. € 7,-

Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.

Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, ansonsten gehen die Karten wieder in den Verkauf.

Wenn Sie selbst nicht zur Lesung kommen können, aber ein signiertes Exemplar vorbestellen möchten, senden Sie uns bitte im nebenstehenden Formular eine kurze Nachricht. Wir lassen dann ein Exemplar des vorgestellten Buches vom Übersetzer für Sie signieren.

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
Eine Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.,
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, dem Kulturwissenschaftlichen Institut und der Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung