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Fotografien von Alain Barbero

Die Kindheit ist ein Ort, an dem alles noch offen ist. Sie ist mit Nostalgie und Magie verbunden, mit Leid und Schmerz. Eine intensive und prägende Zeit, fragmentarisch, aufgeladen, trügerisch. Oft lässt sich aus den Erinnerungssplittern kaum ein Gesamtbild konstruieren. Alain Barbero gelingt es, mit seinen Fotografien vergangene Momente wiederzuerwecken, neu zu entdecken, an die Orte der Kindheit zurückzukehren.

Geboren zwischen 1924 und 1994, in Belgrad, Wien, Altaussee und vielen anderen Orten, haben 18 AutorInnen Fotos aus ihrer Kindheit ausgewählt, die von Alain Barbero neu inszeniert wurden, unter ihnen Milena Michiko Flašar, Babara Frischmuth, Norbert Gstrein, Josef Haslinger, Bodo Hell, Friederike Mayröcker und Robert Menasse.

In ihren Texten im dazugehörigen Buch erzählen die AutorInnen aus ihrer Kindheit: Friederike Mayröcker etwa von der Hand ihrer Großmutter, Josef Haslinger vom Spielsaal im Kloster, Daniel Wisser von der Unmöglichkeit zu vergeben. Umrahmt werden die Texte von Barbara Riegers einfühlsamen Porträts zu den AutorInnen und deren Geburtsjahren. So entsteht eine eindrucksvolle Reise durch das 20. Jahrhundert.

Alain Barbero, geboren 1960 in Annecy, Frankreich. Lebt als freier Fotokünstler in Paris. Portraitierte zahlreiche PolitikerInnen und KünstlerInnen analog in Schwarzweiß. Heute arbeitet er digital. Verschiedene Publikationen und Ausstellungen in Paris, Wien und Rom. Betreibt seit 2013 gemeinsam mit Barbara Rieger den trilingualen Literatur- und Fotoblog „Café Entropy“, aus dem das Buch „Melange der Poesie“ hervorging.

 

„Entstanden ist ein historisch-literarisches Panorama des 20. Jahrhunderts, erzählt in Kindheitsgeschichten und -fotos, die von den 1920er Jahren bis in die 1990er reichen. Ebenso vielfältig wie die Geschichten und der zeitliche Rahmen, in denen sie sich abspielen, sind auch die Orte von denen sie erzählen und die literarischen Stile, in denen sie verfasst sind.“
Sophie Menasse, Ö1 Leporello

Ausstellung: 24. Januar – 14. Februar 2020,
10.00 – 19.00 Uhr, Samstags 10.00 – 16.00 Uhr

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