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Wilfried Loth stellt sein neues Buch vor.

Ein Mythos wird entziffert.
Der Mai 1968 in Frankreich, ein Sehnsuchtsort der „68er“ in ganz Europa, steckt noch immer voller Rätsel. Warum hatten die Proteste linker Studenten dort so eine große Resonanz? Wieso konnten sie ein ganzes Land lahmlegen und an den Rand der Revolution bringen? Wie vermochte Präsident Charles de Gaulle – gegen den Druck der Straße und gegen Widersacher in den eigenen Reihen – in den Turbulenzen seine Herrschaft zu behaupten?
Der Mai 68 hat nicht nur Frankreich verändert, sondern einer ganzen Generation den Namen gegeben. Wilfried Loth, einer der besten Kenner der französischen Zeitgeschichte, lässt – genau 50 Jahre nach den Ereignissen – erstmals alle Akteure der Geschehnisse zu Wort kommen: Studenten und Arbeiter, Professoren und normale Bürger, Vertreter von Regierung und Opposition. Auf diese Weise kann er zeigen, was sich hinter dem Mythos „1968“ verbirgt: In den Wochen voller Leidenschaft, beglückender Erfahrungen und verstörender Momente begann ein Zyklus in der französischen Geschichte, der mit den Präsidentschaftswahlen 2017 endete.

„Man sieht, dass es nicht nur um ein Jahr ging (und nach wie vor geht), sondern um einen großen Zeitraum, um eine ganze Dekade. Im Großen & Ganzen ein nicht unhübscher Bericht eines Zeitzeugen, der umfangreich darüber reflektiert und nicht Ursachen, sondern Wirkungen sucht.“ Horst Steinfelt (Buchkultur, 13.02.2018)

„Hinreißend spannend! Die Karten der französischen Hauptstadt zwischen den Kapiteln sind eine Versuchung, den nächsten TGV zu nehmen und die Wege der Protestzüge damals nachzulaufen.“ Rainer Volk (SWR2, 15.02.2018)

„Dem Essener Zeithistoriker und Frankreich-Spezialisten Wilfried Loth gelingt es, die Chiffre ‚1968‘ frisch aufzubereiten und die Ereignisse in ein gut lesbares Narrativ zu bringen.“ Claus Leggewie (Süddeutsche Zeitung, 26.02.2018)

„Fünfzig Jahre nach den dramatischen Ereignissen legt Wilfried Loth, einer der besten deutschen Kenner der französischen Zeitgeschichte, eine neue Gesamtdarstellung des ‚Mai 68 in Frankreich‘ vor. Ebenso dicht wie spannend schildert er die Vorgänge auf der Basis des veröffentlichten Schrifttums ‚jenseits von Polemik oder Nostalgie‘ […] Höchst lesenswert.“ Ulrich Lappenküper (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2018)

„Der Historiker und Frankreich-Kenner Wilfried Loth zeichnet minutiös nach, wie sich die Revolte nach und nach im ganzen Land ausbreitete. Besonders eindrücklich ist seine Schilderung der ‚Nacht der Barrikaden‘, bei der vom 10. auf den 11. Mai im Pariser Quartier Latin mehr als 300 Polizisten und Studenten verletzt wurden.“ Albrecht Meier (Der Tagesspiegel, 21.03.2018)

Wilfried Loth, geboren 1948 im Saarland, ist emeritierter Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Er war Vorsitzender des deutsch-französischen Historikerkomitees; die Französische Republik hat seine Arbeit durch die Ernennung zum „Officier dans l’Ordre des Palmes Académiques“ gewürdigt.

Letzte Veröffentlichungen:

Charles de Gaulle, Kohlhammer Verlag 2015, € 32,00
Die Rettung der Welt. Entspannungspolitik im Kalten Krieg, Campus 2016, € 29,95
Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert, Fischer 2017, € 19,99
Fast eine Revolution. Der Mai 68 in Frankreich, Campus, 2018, € 29,95

Eintritt: € 8,- / erm. 6,-

Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.
Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, ansonsten gehen die Karten wieder in den Verkauf.

Wenn Sie selbst nicht zur Lesung kommen können, aber ein handsigniertes Exemplar vorbestellen möchten, senden Sie uns bitte im nebenstehenden Formular eine kurze Nachricht. Wir lassen dann ein Exemplar des vorgestellten Buchs für Sie signieren.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum e.V., Essen und den Essener Filmkunsttheatern

Foto Daniel Cohn-Bendit:  Jacques Haillot

 



Im Anschluß an die Buchvorstellung zeigt das Deutsch-Französische Kulturzentrum den Film

„Die Träumer“ („Dreamers“) von Bernardo Bertolucci
20:15 Uhr, Astra-Kino, Teichstraße

Mai `68 – Mythos und Faszination. Auch heute noch. Regie-Ikone Bernardo Bertolucci, der mit „Der letzte Tango in Paris“ schockierte und dessen „Der letzte Kaiser“ neun Oscars erhielt, erinnert sich an die Monate in Paris, die eine ganze Generation prägten und erzählt von Politik und Kino, Rebellion und Sexualität, Passion und Protest, Aufbruch und Utopie, Radikalität und Gefühl.
Die Liebe in den Zeiten der Revolution – eine Liebeserklärung an das Kino von Meisterregisseur Bernardo Bertolucci mit einem wunderbaren Soundtrack
(OmU, 110 Min., mit Michael Pitt, Louis Garrel, Eva Green, Robin Renucci, Anna Chancellor).

Eintritt: € 8,- / erm. 7,-