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Proust und Literatürk laden ein:

Ein Abend mit Enis Maci: “Eiscafé Europa”

Moderation: Dr. Karin Yesilada

Wie könnte Widerstand heute aussehen? Auf der Suche nach einer Antwort zieht Enis Maci eine Linie von Jeanne D’Arc über Sophie Scholl zu den albanischen Schwurjungfrauen. Sie entlarvt die medialen Strategien der Identitären als Travestie, befragt Muttersprache und Herkunft, reist nach Walhalla und blickt dort auf die Büste der in Auschwitz ermordeten Nonne Edith Stein. Sie verweilt in den sozialen Randzonen und verwebt die losen Zipfel erzählens-notwendiger Dinge zu einem dichten Panorama europäischer Gegenwart. Das Außerordentliche überkreuzt sich in ihren Essays mit dem Alltäglichen, das Private mit dem Politischen.

Enis Maci, geboren 1993 in Gelsenkirchen, hat Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Kultursoziologie an der London School of Economics studiert. 2010 erhielt sie den Förderpreis des Literaturpreises Ruhr. Das Stück Lebendfallen entstand im Rahmen der Schreibwerkstatt »Flucht, die mich bedingt« am Maxim Gorki Theater Berlin. Ihr Stückentwurf Mitwisser wurde mit dem Hans-Gratzer-Stipendium 2017 ausgezeichnet und 2018 am Schauspielhaus Wien uraufgeführt. Im Oktober 2018 erschienen unter dem Titel Eiscafé Europa Essays von Enis Maci bei Suhrkamp. In der Spielzeit 18/19 ist Maci Hausautorin am Nationaltheater Mannheim.
Auf Einladung der 44. Mülheimer Theatertage NRW  “Stücke 2019” wurde ihr Stück “Mitwisser” in einer Inszenierung des Schauspielhauses Wien aufgeführt.
Foto: Suhrkamp Verlag/Max Zerrahn

Eintritt: € 8,-

Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.
Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, gehen die Karten wieder in den Verkauf.

Wenn Sie selbst nicht zur Veranstaltung kommen können, aber ein signiertes Exemplar vorbestellen möchten, senden Sie uns bitte im nebenstehenden Formular eine kurze Nachricht. Wir lassen dann ein Exemplar des vorgestellten Buches für Sie signieren.

 

Pressestimmen

»Enis Maci ist eine fabelhafte Essayistin.«
Juli Katz, DIE ZEIT

»Enis Maci hat ein Händchen für den Erkenntnisgewinn beim Genau-hinschauen, vielleicht weil sie als Dramatikerin gelernt hat, mit poetischen Unterbrechungen, mit Momenten des Stillstands, zu arbeiten. Das Ich ihrer Texte ist eine hartnäckige, eine mutige Enis, aber auch eine mit Witz.«
Miryam Schellbach, die tageszeitung

»Was ist Post-Internet-Literatur? Texte, für die das Netz eher ein natürlicher Bewusstseinszustand ist denn ein Thema. Enis Maci ist eine große Essayistin dieses Genres.«
Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung

»Man wird sich den Namen Enis Maci merken müssen.«
Wolfgang Kralicek, Süddeutsche Zeitung

»Enis Maci ist die große Essayistin der Stunde. Ihre Analysen sind messerscharf, wunderbar mäandernd, unglaublich unterhaltsam und erschreckend zugleich.«
Spiegel Online

Eine Veranstaltung im Rahmen des 15. internationalen Literaturfestivals Literatürk 2019