Lade Veranstaltungen

Literaturpreis Ruhr 2018:
Ein Abend mit Elke Heinemann
Gesprächspartner: Hannes Krauss

Der Hauptpreis des Literaturpreises Ruhr 2018 ging an die Schriftstellerin Elke Heinemann, die für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet wurde. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin wurde in Essen geboren und lebt heute als Autorin und Publizistin in Berlin. In bisher vier Romanen, darunter Fehlversuche. Kein Kinderbuch (2018), sowie in zahlreichen Kolumnen, Essays, Portraits, Monographien und Radio-Features erweist sich Elke Heinemann als hochkarätige literarische Stimme abseits des Mainstreams. Die Jury würdigte mit Elke Heinemann „eine beharrlich widerständige Autorin, die ebenso virtuos wie ironisch gesellschaftliche Klischees, die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche und vermeintliche Gewissheiten unserer Gegenwart seziert“.

“Der Begriff Heimat erfährt derzeit eine Renaissance: Man glaubt, wissen zu müssen, woher man kommt, um wissen zu können, wer man ist. Als junge, noch in Essen lebende Leserin hat mich Émile Zolas sozialkritischer Roman Germinal, in dem es um das Elend der Bergarbeiter im Frankreich des 19. Jahrhunderts geht, genauso begeistert wie der im Ruhrgebiet spielende Erzählungenband Täterskizzen von Nicolas Born. Das Ruhrgebiet habe ihn immer wieder eingeholt, hat Born gesagt, die Bilder vom Dreck, der Steinstaub auf den Stimmbändern, er sei unzufrieden geblieben. Auch ich, die Nachgeborene, habe irgendwann angefangen zu schreiben, weil ich unzufrieden war. Vielleicht klebt auch ein wenig Steinstaub auf meinen Stimmbändern. Aber es sind andere Bilder als die vom Dreck, die meine Kindheit im Ruhrgebiet geprägt haben.”  Elke Heinemann

Der Literaturwissenschaftler Hannes Krauss stellt die Autorin vor, die aus eigenen Werken lesen wird, aber auch mit ihm über Autorinnen und Autoren spricht, die ihr besonders wichtig sind; und vielleicht erfahren wir, was die Autorin sonst noch bewegt: Musik, Bilder, Filme und all das, was wir sonst bei Lesungen eher selten von unseren Gästen erfahren. Wir sind gespannt!

Elke Heinemann, geboren in Essen; Studium der Alten Geschichte und der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft; Studien- und Forschungsstipendien in Grenoble und Oxford; Magisterabschluss und literaturwissenschaftliche Promotion an der Freien Universität Berlin; Besuch der Henri-Nannen-Schule für Journalismus in Hamburg; längere Aufenthalte in Paris und London; lebt als Schriftstellerin und Publizistin in Berlin.
Teilnahme an künstlerischen Kooperationen und multimedialen Projekten; Jurorin: Floriana Literaturpreis (A), Berliner Hörspielfestival (D), Franz-Tumler-Literaturpreis (I); Publikationen: Romane und Monografien, Hörspiele und Hörfunk-Features, zahlreiche Beiträge in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen, darunter die Kolumne „E-Lektüren“ im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Eintritt: 9,- € / erm. 7,- €

Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.
Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, ansonsten gehen die Karten wieder in den Verkauf.

Eine Veranstaltung von Proust in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Ruhr e.V.