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KORRESPONDENZEN –
Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog


Gewissheiten zerstören,
mit Vorurteilen aufräumen:

Ein Abend mit Charlotte Wiedemann

Moderation: Stefan Weidner

Charlotte Wiedemann ist Journalistin und Autorin.
Als Auslandsreporterin in Ländern Asiens und Afrikas, vor allem der islamischen Welt, hat sie sich seit Jahren mit der Thematik »Wir und die anderen« auseinandergesetzt.
Sie unternahm Recherchen in 26 außereuropäischen Ländern, darunter Iran, Pakistan, Ägypten, Jemen, Libyen, Saudi-Arabien, Libanon, Türkei, Syrien, Oman, Tunesien, Marokko, Usbekistan. Auf dem afrikanischen Kontinent Nigeria, Swasiland, Kamerun, Senegal, Tansania und besonders häufig Mali. Ihre Begegnungen mit den Menschen in Mali hat sie in dem Buch „Mali oder das Ringen um Würde“ zusammengefasst.

Ihre Reportagen und Essays erscheinen unter anderem in Geo, Die Zeit, Le Monde Diplomatique, Qantara (Portal für den Dialog mit der Islamischen Welt), Südlink, Blätter für deutsche und internationale Politik, NZZ u.a.; darüberhinaus ist sie Kolumnistin der taz und Reiseleiterin für Reisen in den Iran und nach Mali. Zuletzt erschien ihr großes Gesellschaftsportrait „Der neue Iran – Eine Gesellschaft tritt aus dem Schatten”.

 

In ihrem neuen Buch „Der lange Abschied von der weißen Dominanz” fragt Charlotte Wiedemann: Was bedeutet Deutsch-Sein, was Europäer-Sein in einer Zeit, da die Weltordnung immer weniger vom Westen und von einer weißen Minderheit bestimmt wird? Die Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft und die weltweiten Veränderungen haben ein gemeinsames Gesicht:
Europa muss einen Statusverlust verkraften.
Das Ende weißer Dominanz bedeutet: Der Westen kann anderen seine Definitionen von Fortschritt, Entwicklung oder Feminismus nicht länger aufdrängen. Dem Leben in Pluralität muss ein Denken in Pluralität folgen. Von den Ängsten, die in dieser Umbruchphase entstehen, profitieren die Rechten. Doch uns zu verändern, wird befreiend sein. Wir stehen an einer Zeitenwende. Dieses Buch ermuntert dazu, uns in der Welt neu zu verorten.

Im Gespräch mit dem Islamwissenschaftler Stefan Weidner wird uns Frau Wiedemann ihr neues Buch vostellen.

Charlotte Wiedemann ist Mitglied im P.E.N.-Club und bei Attac. Sie ist Gründerin des interkulturellen Fonds Sawasya, der ‘Agentur zum besseren Verständnis des Fremden’.  Sawasya ist eine gemeinnützige Initiative; sie fördert in interkulturellen und interreligiösen Beziehungen den Gleichheitsgedanken als ethisches Prinzip und als intellektuelle Herausforderung.
2017 hat Charlotte Wiedemann den Spezial-Preis der Otto-Brenner-Stiftung für ihr Lebenswerk bekommen.
Foto © Anette Daugardt

Stefan Weidner ist Islamwissenschaftler, Autor und Übersetzer. Er hat zahlreiche Lyriker aus dem Arabischen übersetzt, darunter Adonis und Mahmud Darwisch. Er ist Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland. Zuletzt erschienen von ihm “Jenseits des Westens. Für ein neues kosmopolitisches Denken” (Hanser Verlag 2018) und “1001 Buch. Die Literaturen des Orients” (Converso 2019).

Eintritt: € 10,- / erm. € 7,- / Studierende frei
Eintrittskarten bei Proust

 


KORRESPONDENZEN – Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog
ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Buchhandlung Proust WÖRTER + TÖNE, des Evangelischen Studierendenzentrums „die BRÜCKE“ und des Vereins „Bildung und Kultur“
Bislang waren zu Gast: Julia Amslinger / Christoph Marx / Helmut Lethen / Ernst Piper