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“Mit einer Veranstaltung in die 20er Jahre starten, die sich 2020 zum 100. Mal jähren? Ich habe mein ganzes verlegerische Leben mit den wunderbaren, mutigen, ‘neuen’ Frauen der 20/30er Jahre verbracht. Abgeschlossen habe ich es nun mit der Anthologie “AUFBRUCH DER FRAUEN. Die wilden Zwanzigerjahre”. Sie enthält Zeitschriftenartikel aus der damaligen Zeit von Helen Hessel über Erika Mann und Fritzi Massary zu Ruth Landshoff-Yorck und Auszüge aus den wichtigsten Romanen wie z.B. “Das kunstseidende Mädchen” und “Gilgi – eine von uns” von Irmgard Keun, “Käsebier erobert den Kurfürstendamm” von Gabriele Tergit u.a. – alles Romane, die gerade wieder neu aufgelegt wurden, weil sie auch heute noch aktuell sind, wenn es darin um die Forderung der Frauen nach einem selbstbestimmten Leben geht.

Daraus würde ich gerne in der “schönsten Buchhandlung des Jahres 2019″ lesen und die einzelnen Schicksale dieser Frauen in der niedergehenden Weimarer Republik beleuchten – einer Epoche, in der sich das pulsierendes Lebensgefühl zwis chen ausschweifendem Vergnügen und wirtschaftlicher Notlage als Tanz auf dem Vulkan entpuppt.”
Brigitte Ebersbach, Brief an Proust

Wir laden herzlich ein:

Ein Abend mit Brigitte Ebersbach:
Aufbruch der Frauen – Die wilden Zwanzigerjahre

http://www.ebersbach-simon.de/sites/default/files/cover/Cover_Aufbruch%20der%20Frauen_72_dpi.jpgIn den 1920-Jahren schien auf einmal alles möglich für die Frauen: Sie befreiten sich vom Korsett, schnitten die alten Zöpfe ab und nahmen sich die Vorrechte der Männer – die ‚neue Frau‘ war geboren. Die literarische Bühne eroberte sie zuerst in Romanen von Irmgard Keun, Vicki Baum und Gabriele Tergit, sowie in Zeitschriften wie Die Dame oder Elegante Welt. Aus diesem reichen Fundus hat die Herausgeberin Brigitte Ebersbach eine erlesene Textsammlung zusammengestellt.

»Wir gingen in den Lebenskampf und bewährten uns, geduldet halb und halb gehasst. Wo wir aber auftauchten, kurzröckig, kurzhaarig und schlankbeinig, fuhren die Männer der älteren Generation zusammen und fragten: ‘Was sind das für Geschöpfe?’ Wir antworteten: ‘Die neue Frau’.”   Gabriele Tergit

Nach Unda Hörner, die im letzten März ihr ebenfalls bei Ebersbach & Simon erschienenes Buch 1919 – Das Jahr der Frauen bei uns vorstellte, ist jetzt die Verlegerin selbst zu Gast bei Proust.

Brigitte Ebersbach ist Germanistin und Gründerin der edition ebersbach und Seniorverlegerin von ebersbach & simon; sie beschäftigt sich seit knapp 30 Jahren schwerpunktmäßig mit der Literatur von und über außergewöhnliche Frauen.
Foto: Ebersbach & Simon / Axel Gehrke