Darf man einen Serienkiller mögen?
Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, ein treuer und verspielter Pitbullterrier. Eines Nachmittags, als er gerade vor dem Feuer sitzt und liest, hört er einen Schuss. Eigentlich nichts Besonderes, denn es ist gerade Jagdsaison. Dennoch wundert sich Winsome, weil der Schuss ganz in seiner Nähe gefallen ist, zu nahe. Als er vor die Tür geht, entdeckt er, dass Hobbes erschossen wurde – offenbar mit Absicht.
Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben: die Mutter, die er gar nicht kannte, weil sie bei seiner Geburt starb, den Vater, der nie wieder heiratete, der ihn allein großzog und ihm die Sprache Shakespeares beibrachte und jetzt auch schon zwanzig Jahre nicht mehr da ist, an Claire, die einzige Frau in seinem Leben, die ihn einen Sommer lang liebte und dann wieder verschwand. Und jetzt Hobbes, sein letzter wahrer Freund. Am nächsten Tag holt er das Gewehr seines Großvaters aus der Scheune und zieht los, um seinen Hund zu rächen...
Die Kritik in Frankreich, wo das Buch bereits erschienen ist, ist des Lobes voll:
„Ein ganz besonderer Roman, eiseskalt und verstörend.“ Liberation
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„Die große Leistung von Donovan: dass es ihm gelingt, mit großer Poesie, den Leser völlig auf Julius’ Seite zu ziehen. Ein Roman, der einen atemlos zurücklässt.“ Le Monde
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„Ein ungemein beeindruckender Roman, die Autopsie einer Gewalt, die trotz jahrelanger Unterdrückung bei der ersten Gelegenheit auszubrechen vermag.“ L’Humanité
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„Eine universelle Geschichte über Liebe, Rache und den Tod, poetisch und verstörend.“ Transfuge
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„Der traurige Gesang dieses Donovan wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben.“ Le Figaro Litteraire
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„Eine wahre Offenbarung. Ein Schriftsteller ist geboren.“ Livres Hebdo
Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und wuchs mit sieben Geschwistern in Galway an der Westküste auf. Heute lebt er mit seinem Hund in
einem ehemaligen Bahnhofsgebäude im Staat New York. Seine Stationen: Studium der Philosophie und Germanistik in Irland, Arbeit in einer bayerischen Käsefabrik in der Nähe von Glonn, ein halbes Jahr an der Technischen Universität Hannover. Anfang der Achtziger lernte Donovan klassische Gitarre und studierte Musik in Dublin, trat sieben Jahre halbprofessionell als Musiker auf und spezialisierte sich auf die Lautenmusik von J. S. Bach. In den späten Achtzigern ging er in die USA, lebte drei Jahre in Arkansas, machte den Master an der Johns Hopkins University und lehrt seit 1993 mit Unterbrechungen an einem College auf Long Island in der Nähe von New York. Mit seinen Brüdern nahm er 1999 am „Marathon des Sables“ in Afrika teil. Seine Werke: Drei Gedichtbände, Shortstorys, drei Romane. Seine Auszeichnungen: Kerry Group Irish Fiction Award, Longlist des Booker Prize. „Winter in Maine“ war „Buch des Jahres 2008“ der englischen Tageszeitung The Guardian.
Ein Special zu Gerard Donovans Buch - mit Leseprobe und Gedanken des Autors selbst zu "Winter in Maine" -
finden Sie hier >>>
Das Buch
Gerard Donovan
Winter in Maine
Roman
Originaltitel: Julius Winsome
Originalverlag: The Overlook Press, Peter Mayer Publishers, Inc., Woodstock & New York
Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 208 Seiten,
Luchterhand Literaturverlag 2009
€ 17,95
