Eine Sternstunde der Musikgeschichte
Eine Sternstunde der deutschen Musikgeschichte gibt es jetzt erstmals auf Tonträger: die völlig überraschende Rückkehr des legendären Pianisten Vladimir Horowitz nach über 50 Jahren nach Berlin, in die Stadt, in der er 1926 seine internationale Karriere begann. Als die Berliner Festspiele das in keiner Planung stehende Konzert in der Berliner Philharmonie ankündigten, stand die Musik- und Medienwelt Kopf, die Karten waren binnen weniger Stunden ausverkauft und die Schwarzmarktpreise für Tickets erreichten astronomische Höhen. Das Konzert in der Philharmonie am Nachmittag des 18. Mai 1986 wurde zu einem gefeierten Ereignis in Anwesenheit der gesamten Politik- und Kulturprominenz Berlins. Das Berliner Publikum empfing den "letzten Romantiker" mit stehenden Ovationen. Und die Klangmagie des großen Künstlers war ungebrochen: "Wer einmal das Pianissimo von Horowitz erlebt hat, wird es nie mehr vergessen", schrieb der Tagesspiegel nach dem Konzert. Wiederentdeckt in den Archiven des rbb, wurde dieses unvergleichliche Konzert sorgfältig remastert und liegt jetzt erstmals auf 2 CDs vor. Die limitierte Erstauflage erscheint als hochwertiges Büchlein mit 2 CDs, zahlreichen bisher unveröffentlichten Fotos und Dokumenten und umfangreichen, sachkundigen Texten über die Beziehung von Horowitz zu Berlin und die Entstehung des Konzertes sowie mit einem Nachdruck des Original-Konzertplakates.
Vladimir Horowitz war der wohl größte und bekannteste Pianist des 20. Jahrhunderts. Über sechs Jahrzehnte hinweg war der charismatische Pianist, der 1989 starb, ein Symbol für herausragende Virtuosität und einzigartige Musikalität. Der in der Ukraine geborene, über Deutschland und Frankreich nach Amerika ausgewanderte Künstler besaß in seinem Spiel eine einzigartige Kombination aus Kraft, Anmut und Feinfühligkeit.
Im Jahre 1988 vermachte Vladimir Horowitz der Yale Universität eine Reihe von Bändern mit Aufnahmen von seinen Konzerten aus
den 30er, 40er und 50er Jahren, teilweise aus der Carnegie Hall, teilweise aus anderen Konzertsälen. Diese Aufnahmen wurden erstaunlicherweise noch nie veröffentlicht, und so kommt es einer Sensation gleich, dass die "Yale Recordings" jetzt nach und nach bei RCA/ Sony Music veröffentlicht werden. Die Aufnahmen, ursprünglich für 78er Schallplatten aufgenommen, wurden sorgfältig remastert und zeigen einen Horowitz auf dem Höhepunkt seiner musikalischen Kräfte. Auf der ersten CD präsentiert Horowitz Mussorgskys berühmte Bilder einer Ausstellung (live aus der Carnegie Hall vom 2. April 1948, mono) und eine grandiose Interpretation von Liszts berühmter H-Moll Sonate (Carnegie Hall, 21.03.1949, mono).
Die CDs
Vladimir Horovitz
Das legendäre Berliner Konzert
18. Mai 1986
Scarlatti, Schumann, Liszt, Rachmaninow, Skrajabin, Liszt, Chopin
2 CDs
Sony 2009
Vladimir Horovitz
At Carnegie Hall
The private Collection
Mussorgsky & Liszt
1 CD
Sony 2009

