Die Kritik war absolut hingerissen vom dritten Gedichtband der Performancekünstlerin Nora Gomringer, die übrigens die Tochter des berühmten Experimental-Poeten Eugen Gomringer ist. In den Gedichten der „Klimaforschung“ kommen "artifizielle" und "Spoken Word"-Lyrik aufs Schönste zusammen; die „Neue Zürcher Zeitung“ schwärmt von der Sprachgewalt der Autorin, die auch die beigegebene CD mit von Gomringer vorgetragenen Gedichten eindrucksvoll belegt.
Begleitet wird Nora Gomringer heute abend vom Essener Schlagzeuger Simon Camatta.
Nora Gomringer, geboren 1980, ist Schweizerin und Deutsche. Sie lebte u.a. vier Jahre in den USA, wo sie enge Kontakte zur Performance-Poesie-Szene pflegte, und war Gast zahlreicher Poesiefestivals im In- und Ausland (z.B. Roskilde und San Francisco). Zuletzt war sie auf Einladung des Goethe-Instituts in den USA.
Sie veröffentlichte den Gedichtband „Sag doch mal was zur Nacht” (Voland & Quist, 2006), außerdem erschienen ihre Texte in Anthologien, Schulbüchern und Zeitschriften. Im Jahr 2003 erhielt sie den Hattinger Förderpreis für Literatur, 2006 den Förderpreis der Kulturstiftung Erlangen. 2007 wurde sie mit dem Kunstförderpreis des Freistaates Bayern (Sparte Literatur) und dem Bayerischen Kulturpreis ausgezeichnet. Im Mai 2008 folgte der Nikolaus-Lenau-Lyrikpreis.
Simon Camatta - Drums, Percussion
1976 in Essen geboren. Seit 15 Jahren aktiv in der Ruhrgebietsszene und darüber hinaus tätig.
Spielte mit den unterschiedlichsten Künstlern in halb Europa und den U.S.A. Jazzstudium an der Folkwang Hochschule bei Thomas Alkier, Sperie Karas u.a.
Mehrfacher jazzwerkruhr-Preisträger.
PRESSESTIMMEN zu „Klimaforschung“
"Nora Gomringer geht in sympathischer Weise mit einer bestimmten lyrischen Tradition um, wenn sie sich in ihren Texten beispielsweise mit Ernst Jandl, Franz Hohler oder Friederike Mayröcker auseinandersetzt: Das Ergebnis wirkt erstaunlich leichtfüßig und frei heraus."
(FAZ)
"Nora Gomringer betreibt Klimaforschung. In ihrem neuen Gedichtband erkundet sie die Großwetterlagen der Liebe, des Alltags und der Politik. Ein gelungenes Projekt."
(DIE ZEIT)
"So etwas hat die kleine deutsche Lyrik-Welt schon lange nicht mehr erlebt ... eine sprachbesessene Poetin."
(Freitag)
"Mit der Performancekünstlerin Nora Gomringer ist nun eine sprachbesessene Poetin auf die Bühne getreten ... sie vereint die Suggestivität des mündlichen Gedichtvortrags mit einem aussergewöhnlichen Sensorium für die phonetischen und semantischen Assoziationshöfe der Wörter."
(Neue Zürcher Zeitung)
Eintritt: € 8,00 / erm. € 6,00
Wir bitten um rechtzeitige Kartenreservierung.
In Zusammenarbeit mit PROMETHEUS 2010
Foto: Anny Maurer