Terminkalender

Indien und Europa
Ronald Kurt stellt im Gespräch mit Jan Reichow (WDR) sein neues Buch vor.
Datum:
Montag, 30. November 2009
Beginn:
20:00 Uhr

Die Musik Indiens ist Europa fremd geblieben – leider. Dabei ermöglicht die Kenntnis der indischen Musik Vergleiche, die uns nicht nur die fremde, sondern auch die eigene Kultur neu verstehen lassen. Die Musik als Medium des Kulturvergleichs verwendend, rekonstruiert Ronald Kurt die geschichtlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen Inder und Europäer Klängen Sinn verleihen. Der Fokus liegt dabei auf der nordindischen Kunstmusik und der typisch indischen Beziehungsform »Guru-Shishya Parampara«, in der nicht nur musikalisches, sondern auch sozialkulturelles Wissen vermittelt wird.
Dem Buch ist eine DVD mit drei Dokumentarfilmen beigefügt, die den Text ergänzen: »Be a Medium. Teaching and Learning Indian Classical Music«, »Indische Musik – Europäische Musik. Ein interkulturelles Lehr- und Lernprojekt« sowie »Raga Jog«.

Für seine richtungsweisenden Beiträge zu den deutsch-indischen Beziehungen hat Ronald Kurt 2008 vom indischen Kulturrat (ICCR) den »Gisela Bonn Award« verliehen bekommen.

Indien und Europa
Ein kultur- und musiksoziologischer Verstehensversuch

ca. 202 S., kart., inkl. Begleit-DVD,
Transcript-Verlag, November 2009, ca. 29,80 €

Ronald Kurt ist Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen und außerplanmäßiger Professor für Soziologie an der Universität Konstanz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kultur-, Wissens- und Musiksoziologie, Sozialphänomenologie und Hermeneutik.

Jan Reichow war über Jahrzehnte der Weltmusik-(Folk)-Fachmann im WDR. Insbesondere 2 Sendungen sind mit seinem Namen verbunden: die „Musikpassagen“ und „open: SoundWorld“. In den „Musikpassagen“ hat er Brücken zwischen den Musikkulturen geschlagen, z. B. zwischen unserer Klassik und der Indiens, Persiens oder Japans. In der „Soundworld“ hat er mit einem Gewebe von Rhythmen und Stimmen etwa aus Indien gezeigt, dass es Welten lebendiger und hochdifferenzierter Musik gibt, die – im Gegensatz zu Alt-Europa – das Konzept eines endgültigen, in sich abgeschlossenen Kunstwerkes gar nicht braucht.



In Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut

Eintritt: € 5,-

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