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Proust & Schreibheft laden ein: LITERATUR: LITERATUR!

Arno Schmidt / Hans Wollschläger
DER BRIEFWECHSEL
Eine Leseperformance von Bernd Rauschenbach
und Joachim Kersten

Begrüßung: Norbert Wehr
Einleitung: Giesbert Damaschke (Herausgeber)

 

… das wird ohnehin mal ein schwermütiger Spaß werden, wenn unsere Correspondenz (wie es ja gar nicht ausbleiben kann) gedruckt erscheint … (Arno Schmidt an Hans Wollschläger)
Sie sehen, daß ich mich höchstmöglicher Präzision befleißige: im Interesse der ›begierig zuhorchenden Nachwelt‹ … (Hans Wollschläger an Arno Schmidt)

Eine einzigartige Korrespondenz beginnt im September 1957 zwischen Arno Schmidt und dem jungen Mitarbeiter des Karl-May-Verlags, Hans Wollschläger. Zu Beginn kreist der Briefwechsel, noch förmlich, um das Spätwerk Karl Mays und die umstrittenen Bearbeitungen der Texte durch den Verlag. Doch schon bald wird der Kontakt intensiver und persönlicher, der Ton freier. Wollschläger nimmt unter Arno Schmidts Briefpartnern eine Sonderstellung ein: Schmidt akzeptiert ihn als Kollegen und bemüht sich, ihn als Autor und Übersetzer zu fördern. Er vermittelt Aufträge und setzt sich nachdrücklich für seinen Roman Herzgewächse oder der Fall Adams ein. 1964 beginnen sie damit, das Gesamtwerk Edgar Allan Poes ins Deutsche zu übersetzen. Nicht in gemeinsamer Arbeit, aber in regelmäßigem Austausch über Autor und Werk. Erst als Schmidt sich in die Arbeit an Zettel’s Traum zurückzieht, wird der Kontakt spärlicher, bis Schmidt völlig verstummt.

Gustav Seibt schreibt in seiner großen Besprechung des Briefwechsels in der Süddeutschen Zeitung vom 7.12. 2018:  „Die beiden können nicht anders als die Muskeln ihrer grenzenlosen Sprachfähigkeit unentwegt spielen zu lassen“.

(Illustration Arno Schmidt und Bernd Rauschenbach: Aistesis Verlag)

Bernd Rauschenbach ist Literaturwissenschaftler, Autor und Rezitator. Seit 1982 leitet er die Arno-Schmidt-Stiftung und ist Mitherausgeber der Werke Arno Schmidts.
Joachim Kersten ist Rechtsanwalt, Autor, Herausgeber und Rezitator.

Eintritt: € 9,- / erm. € 7,-

Karten: Karten sind in der Buchhandlung Proust erhältlich.
Vorbestellte und reservierte Karten müssen spätestens 2 Tage vor der Veranstaltung bei Proust abgeholt werden, ansonsten gehen die Karten wieder in den Verkauf.

Wenn Sie selbst nicht zur Lesung kommen können, aber (von unseren Gästen) signierte Exemplare des Briefwechsels vorbestellen möchten, senden Sie uns bitte im nebenstehenden Formular eine kurze Nachricht. Wir lassen dann  Exemplare des vorgestellten Briefwechsels von unseren Gästen Bernd Rauschenbach und Joachim Kersten für Sie signieren.

Eine Veranstaltung im Rahmen von LITERATUR: LITERATUR!
in Kooperation von Literarischer Gesellschaft Ruhr e.V.
Schreibheft, Zeitschrift für Literatur, und Buchhandlung Proust

Gefördert von der Alfred und Claire Pott Stiftung